Mitten in der Kölner Altstadt sitzt er – gemütlich auf seiner Bank, den Blick freundlich nach vorne gerichtet, als würde er gleich einen seiner legendären Witze erzählen: Willy Millowitsch, das kölsche Original in Bronze gegossen. Seit 1992 thront er dort, wo er hingehört – mitten im Herzen der Stadt, direkt am Hänneschen-Theater. Und das Beste? Willy sitzt so entspannt da, dass man sich einfach frech daneben pflanzen kann. Selfie mit einer Kölner Legende? Kein Problem!
Damals sorgte die Aufstellung für Gesprächsstoff – schließlich bekommt nicht jeder ein Denkmal, solange er noch fröhlich durch die Gegend spaziert. Aber Köln wäre nicht Köln, wenn man sich von solchen Kleinigkeiten irritieren ließe. Millowitsch selbst nahm’s natürlich mit Humor. „Was soll et? Hauptsach, et hält!“, hätte er vermutlich gesagt.
Das Denkmal wog bei seiner Enthüllung satte 700 Kilogramm – also deutlich mehr als ein ordentlich beladener Karnevalswagen nach der ersten Runde Kamellewerfen. Und obwohl Willy ursprünglich auf dem Eisenmarkt saß, wanderte er 2014 auf den frisch benannten Willy-Millowitsch-Platz, ganz in der Nähe der Breite Straße. Endlich bekam der Mann, der Köln so oft zum Lachen brachte, auch sein eigenes kleines Stück Heimat verewigt.
Willy Millowitsch war eben mehr als nur Schauspieler – er war der Inbegriff von kölscher Lebensfreude. Sein Theater, seine Lieder und seine unnachahmliche Art, Menschen zum Lachen zu bringen, machten ihn unsterblich. Heute sitzt er da, immer noch für einen kleinen Plausch zu haben – still, aber irgendwie lebendig. Denn wie wir Kölner wissen: Echte Originale kriegt keiner klein, nicht mal die Zeit.

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